PM SX Supercross München 2016

SX in München wird für KMP-Honda-Repsol-Racing Team zur Herausforderung

Das KMP-Honda-Repsol-Racing Team hatte zur zweiten Runde im ADAC SX Cup 2016/2017 in München mit dem harten Boden und anderen Hindernissen zu kämpfen.

Nach der ersten Runde des ADAC SX Cup 2016/2017 in Stuttgart reiste das gesamte Fahrerlager schon am vergangenen Wochenende direkt nach München weiter, wo in der Olympiahalle die zweite Veranstaltung der Saison stattfand. Auf dem 300 Meter langen harten Lehmboden hatten die vier internationalen Fahrer des KMP-Honda-Repsol-Racing Team zu kämpfen.

Zack Williams konnte sich im Laufe der Veranstaltung mit jedem Run steigern. Im Qualifikationsrennen am Freitag belegte er den achten Rang und verpasste im Hoffnungslauf danach den Einzug ins Halbfinale mit Position neun. Am Samstag hatte er etwas weniger Glück und belegte im Qualifikationsrennen Platz zehn. Im Hoffnungslauf setzte der Amerikaner noch einmal alles, kam mit einem weiteren zehnten Rang aber nicht weiter.

Nachdem er vor einer Woche seine ersten Supercross-Erfahrungen sammelte, machte Kevin Fors am zweiten Rennwochenende in München weitere Fortschritte. Der Belgier sicherte sich am Freitag den achten Rang vor dem Qualifikationsrennen und hielt diesen Platz während des acht Runden langen anstrengenden Laufes. Im Last Chance Rennen gab er noch einmal alles, kam aber nicht über den zehnten Rang hinaus. Auch am Samstag sammelte Fors weitere Erfahrungen in der Halle, schaffte aber den Sprung ins Finale nicht.

Zur Krönung des Tages startete Fors im Amerikanischen Finale am späten Abend. In diesem kurzen Run erwischte er einen guten Start und lag zunächst im Mittelfeld. Doch am Ende der ersten Runde machte sich seine Unerfahrenheit im Vergleich zur starken Konkurrenz bemerkbar und er verlor etwas an Boden.

Joel Anton Costas hatte in München mehr zu kämpfen als in Stuttgart, sich an den härteren Untergrund zu gewöhnen. Am Freitag verpasste er das SX2-Finale nach Platz zehn im Qualifikationsrennen. Am Samstag steigerte sich der Spanier deutlich. Im Qualifikationsrennen lag er nach einem guten Start lange auf dem vierten Rang und kämpfte hart um Position drei und damit das letzte Ticket zum Finale, das er schließlich um weniger als eine Sekunde verpasste.

Sein Teamkollege Filippo Bonazzi gab ebenso alles, um sich für die beiden Finalrennen zu qualifizieren. Er steigerte sich in den Trainings und fuhr im Qualifikationsrennen am Freitag einen hart umkämpfen siebten Platz nach Hause, der jedoch nicht ganz reichte. Ähnlich erging es ihm auch am Samstag. Nach einem super Start zum Qualifikationsrennen lag er zunächst auf dem vierten Platz. Doch nach wenigen Runden wurde der Lauf aufgrund eines Sturzes eines anderen Fahrers abgebrochen. Beim Neustart kam der Italiener nicht so gut am Gatter weg und sah die Zielflagge abermals als Siebter.

Zack Williams: „Mein Wochenende in München war nicht sehr gut und ich bin enttäuscht über meine Ergebnisse. Ich weiß, dass das Team hart arbeitet und so viel für mich tut. Nächstes Wochenende werde ich mein Bestes tun, um den Speed wiederzufinden, den ich eigentlich habe. Positiv ist, dass wir das Handling des Bikes stark verbessert haben – und das trotz der wenigen Zeit, die wir auf der Strecke hatten. Alex und das Team waren sehr geduldig mit mir, aber wir wollen alle Ergebnisse und ich denke, dass wir nächste Woche große Verbesserungen erreichen können. Ich kann ihnen wirklich nicht genug danken und alle Sponsoren des Teams sind auch wunderbar. Ich bin glücklich, Teil davon sein zu dürfen! Auf zur nächsten Runde!“

Kevin Fors: „Ich habe gemischte Gefühle. Einerseits bin ich enttäuscht, dass ich mich nicht qualifizieren konnte, gleichzeitig ist das Fahrerfeld hier enorm stark, das Niveau ist hoch und da ich vorher nie Supercross gefahren bin und auch nur wenig trainiert habe vor dem ersten Rennen, denke ich, dass ich schon ganz gut dabei bin. Daher bin ich gleichzeitig auch glücklich, dass ich hier überhaupt fahren konnte und Alex mir die Chance gegeben hat, Erfahrungen zu sammeln. Es tut mir Leid für mein Team, dass ich nicht weiterkommen konnte, aber ich bin auch sehr zufrieden, dass ich weitere Erfahrungen sammeln konnte. Die Strecke hier war toll, leider fehlt es mir noch etwas an Grund-Speed und Vertrauen. Ich hoffe, dass ich darauf aufbauen kann und habe hier schon gemerkt, dass ich mich besser fühlte als letzte Woche in Stuttgart. Es ist natürlich auch schwierig, da jetzt jede Woche ein Event stattfindet. Ich freue mich aber schon auf Chemnitz am kommenden Wochenende.“

Joel Anton Costas: „Hier hatte ich deutlich mehr Probleme, mich an die Strecke zu gewöhnen als in Stuttgart, weil der Untergrund hier einfach anders war, er war härter. Noch immer ist das Bike neu, die Reifen sind neu und damit stehe ich vor vielen Herausforderungen. Ich lerne immer weiter und hoffe, dass ich schon im nächsten Rennen noch besser sein kann. Mir fehlten am Samstag gerade einmal eine Sekunde, um ins Finale einzuziehen. Ich habe sehr hart gekämpft, aber das Glück war einfach nicht auf meiner Seite. Gleichzeitig bin ich nach meiner Fußverletzung in Stuttgart noch nicht zu 100 Prozent fit, aber ich bin überzeugt, dass sich das schon in der nächsten Woche weiter verbessert. Vielen Dank an das ganze Team für ihre Hilfe.“

Filippo Bonazzi: „In den Freien Trainings und in den Zeittrainings fühlte ich mich wirklich gut. Allerdings konnte ich am Samstag nicht direkt ins Finale einziehen, also musste ich im Qualifikationsrennen antreten. Nach dem Start war ich Vierter und hatte beste Chancen, aber dann wurde der Lauf nach einem Sturz abgebrochen. Beim Neustart kam ich nicht so gut weg und lag lediglich auf Platz sieben. Diese Position konnte ich nicht mehr verbessern und das ist wirklich nicht das Ergebnis, was ich mir vorgestellt hatte. Am Freitag lief es ähnlich. Es tut mir wirklich leid fürs Team, denn das ist nicht das, was ich von mir selbst erwarte. Aber ich will weiter pushen und versuche es nächste Woche in Chemnitz gleich noch einmal.“

Teamchef Alex Karg: „Ich muss ehrlich sagen, dass ich von diesem Wochenende etwas enttäuscht bin. Sicherlich haben alle unsere Fahrer ihr Bestes gegeben, doch abgesehen von den wirklich starken Feldern in beiden Klassen hatten wir an diesem Wochenende etwas mehr Probleme mit dem Untergrund. Der Boden war viel härter als der in Stuttgart. Es ist natürlich für alle eine sehr anstrengende Periode von drei Wochen mit Veranstaltungen an jedem Wochenende. Umso mehr blicken wir jetzt auf Chemnitz nach vorne und hoffen, dass wir dort bessere Ergebnisse erzielen können.“